Einblicke in Krankheitsbilder & Therapie


Lymphdriange Brustkrebs

Krankengymnastik Bandscheibenvorfall

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In der Wirbelsäule befinden sich 23 Bandscheiben wie kleine Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbelkörpern, sie sorgen so für eine Pufferfunktion. Bandscheiben bestehen aus einem flüssigen Gallertkern in der Mitte und einem festen äußeren Faserring. Bei einem Bandscheibenvorfall (Prolaps) reißt der Faserring einer Bandscheibe ein und es treten einzelne Teile vom Gallertkern in den Wirbelkanal meist zu den Nervenwurzeln aus - eine Vorstufe davon ist die Vorwölbung (Protrusion).

Häufige Ursachen für Bandscheibenvorfälle

  • zu einseitige Druckbelastung durch zu starre Haltungen beim Sitzen
  • zu wenig Bewegung, die Bandscheiben ernähren sich durch Druck- und Zugbelastung
  • Unstabilität im Körper und Muskelschwäche
  • massive Druckbelastung (Heben von schweren Gegenständen)
  • langanhaltende Stresszustände (Zeitdruck, Familie, Arbeit)
  • Haltungsfehler und falsche Bewegungsmuster
  • Erbliche Vorbelastung und altersbedingter Verschleiß


Symptome sind unterschiedlich je nach Lage und schwere der Nervenwurzelreizung

  • stechenden Schmerzen im Rücken mit Ausstrahlung ins Bein oder Arm 
  • Taubheitsgefühle bzw. Empfindungsstörungen, wie Ameisenlaufen und Kribbeln
  • Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Ohrengeräusche
  • Störungen des Gleichgewichts oder Sehstörungen
  • Muskelschwäche und Bewegungseinschränkungen
  • Blasen-, Genital- oder Darmstörungen 


Im Schnitt braucht der Körper etwa sechs Wochen, um die ausgetretene Flüssigkeit abzubauen und damit die Symptome und den Druck von den Nervenwurzeln / Strukturen zu nehmen. Unterstützend werden therapeutische Maßnahmen angewendet um dauerhafte Linderung der Schmerzen, und um weitere permanente irreversible Nervenschäden zu verhindern.

Eine Operation ist notwendig, wenn die Muskulatur ausfällt oder Lähmungen bestehen oder starke Schmerzen über mehrere Wochen anhalten. In acht von zehn Fällen ist jedoch keine Operation nötig.

Mit regelmäßigen Übungen und Physiotherapie können die Beschwerden langfristig gelindert werden.
In der Akuten Phase, wenn der Schmerz noch frisch und sehr stark ist, arbeiten Physiotherapeuten mit Schmerzlindernden Techniken - im späteren Verlauf mit Stabilisations- Haltungs- und Kräftigungsübungen.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen den bestmöglichen Therapieerfolg zu erreichen.

Tipps im Alltag für gesunde Bandscheiben

  • Ändern Sie beim Sitzen regelmäßig Ihre Position (abwechselnd vorgeneigt oder zurückgelehnt, mehr rechts oder links usw.) - die Beste Sitzposition ist die Nächste
  • Achten Sie auf eine gute Haltung – Becken aufgerichtet / Brustbein raus
  • Heben Sie schwere Gegenstände grundsätzlich aus hockender Position - in die Knie gehen und mit durchgestrecktem Rücken
  • Vermeiden Sie das Tragen von schweren Lasten oder teilen Sie schwere Lasten auf 
  • Bewegen Sie sich - gehen Sie möglichst zu Fuß, ziehen Sie die Treppe vor
  • Strecken sie sich täglich so weit wie möglich nach oben
  • Erhöhen sie beim Radfahren den Lenker - für eine gerade Haltung der Wirbelsäule
  • Machen Sie regelmäßig Stabilisations- und Dehnungsübungen (Gleichgewichtsübungen)
  • Machen Sie rückenschonenden Sport (Schwimmen, Aquajogging, Radfahren, Nordic Walking, Skilanglauf)
  • Arbeiten sie mit ergonomischer Haltung und mit Bewegungspausen
  • Achten Sie auf Ihr Körpergewicht - Übergewicht belastet den Rücken und die Wirbelkörper zusätzlich
  • Trinken sie ausreichend Wasser - um den Wasserhaushalt der Bandscheiben aufzufüllen

 
 Tipps zum Schlafen bei Rückenschmerzen


  • Bett nur zum Schlafen verwenden
  • Matratze und Kopfkissen (evt. Seitenschläferkissen) auf Sie abstimmen 
  • Achten Sie darauf, dass Sie nachts nicht in einer ungünstigen Haltung verharren
  • Das Kopfkissen ist für den Kopf – Schultern sollten frei liegen
  • Verwenden sie kein zu großes Kopfkissen
  • Für die Seitenlage gilt - Kissen zwischen die Knie, sonst kommt es zu einer Drehung in der Wirbelsäule

 

Sorgen sie für eine gesunde Nachtruhe 

  • Ruhe und Entspannung (kein TV, Smartphone, helles Licht usw.) vor dem Einschlafen
  • ein gutes Raumklima – frische Luft für eine gute Sauerstoffversorgung
  • allgemeinen psychischen Stress vermeiden

 

Vor dem Aufstehen! 

  • DEHNEN - STRECKEN - RECKEN (am besten für 5 Minuten) 
  • Alle Gelenke durchbewegen - die Gelenksflüssigkeit wird wieder in den Gelenken verteilt
  • Aufstehen immer über die Seitenlage - beim Aufstehen aus der Rückenlage kommt es zu einer großen Hebelwirkung auf die Wirbelsäule

Nachbehandlung Brustkrebs (Mama - Ca) 

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Brustkrebs ist derzeit die am häufigsten diagnostizierte Krebsart bei Frauen. Um den Brustkrebs zu entfernen, zählt neben der Tumorentfernung auch die Entfernung/ Bestrahlung von Lymphknoten im Achselbereich. Hierbei wird die Metastasierung des Tumors verhindert, bzw. bereits durch Metastasen betroffene Lymphknoten entfernt oder bestrahlt. Beides verursacht eine Schädigung des Lymphknotens und damit die Störung des Lymphabflusses im betroffenen Brustgebiet oder Armgebiet.

Somit kommt es zu einem Lymphödem der betroffenen Seite (Brust, Arm, Hand). Das Lymphödem kann sofort nach der Krebsbehandlung, Wochen, Monate oder Jahre später erst beginnen.

Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine langsame, sanfte ausgeführte Behandlung des Lymphödems und wird als Teil einer komplexen physikalischen Entstauungstherapie (KPE) eingesetzt. Die KPE beinhaltet MLD durch eine speziell ausgebildete Ödemtherapeutin, eine Behandlung mit Kompressionsverbänden, lymphabflussfördernde krankengymnastische Übungen, Schonung und Pflege der Haut.

Bewegungseinschränkungen sollten frühzeitig behandelt werden. Lymphstauungen sind im betroffenen Arm (Lymphödem) durch MLD zu verhindern oder zu reduzieren. 


Tipps für Ödem Patienten

  • Tragen Sie bei der Haus- und Gartenarbeit Handschuhe
  • Vermeiden Sie Schürfungen, Schnitte, Kratzer, Bisse (Haustiere)
  • Verzichten Sie auf einschnürende Kleidung
  • Tragen Sie am betroffenen Arm keine Armbanduhr oder Schmuck (Ring)
  • Vermeiden Sie Verletzungen der Haut (keine unnötigen OP´s) 
  • Vermeiden Sie Hitze durch Sonnenbäder, Sauna, Wärmeanwendungen usw.
  • Versuchen Sie die Entzündungsgefahr so gering wie möglich zu halten (Tragen sie Schutzkleidung, Desinfizieren Sie Wunden, verwenden Sie Sonnencreme auf...) 
  • Tragen sie einen richtig angepassten Kompressionsverband / Kompressionsstrumpf
  • Pflegen sie Ihre Haut regelmäßig (keine Duftstoffe, Chemikalien)
  • Unterstützen sie regelmäßig mit Manueller Lymphdrainage